Erlanger oder eher Mittelfranken


Unsere Praxis hat sich vergrößert. Seit Ende 2012 arbeitet unser Sohn David Götzinger mit. Er hat sich auf das Thema Beratung und Coaching in Familien spezialisiert. Britta Götzinger und ich arbeiten zu zweit, wenn ein Paar oder eine Familie zu uns kommt. Das hat sich im Laufe der Jahre als gut erwiesen

Britta Götzinger arbeitet allein, wenn sie mit Frauen arbeitet. Ich arbeite allein, wenn ich mit einem einzelnen Kienten arbeite. Im Zweifelsfall ziehen wir einander zu. Kostet dann auch nicht mehr, ist aber wirkungsvoll in der Diagnose und den Interventionen, weil wir uns sehr gut ergänzen auf der Basis in vielen Jahren und vielen Diskussionen erarbeiteter Grundlagen.

Mein größter Wunsch ist es, noch möglichst viele Jahre mit ihr zusammen leben und arbeiten zu dürfen.

 

Falk Beyer-Götzinger
 

2012 bin ich 55 Jahre alt geworden. Und nachdem ich die meiste Zeit meines Lebens in Erlangen gelebt habe, denke ich, es geht in Ordnung, wenn ich ein "Alter Erlanger" bin.

 Mein Vater hat bei Siemens gearbeitet. Ich bin in Erlangen in den Kindergarten gegangen, dann auf die Friedrich-Rückert-Schule und dank einer lieben und tollen Lehrerin auf das Gymnasium Friedericianum, genannt "Huma". Und auch an dieser Schule hatte ich das Glück von sehr guten Lehrern lernen zu dürfen. 

Nach dem Abitur haben meine Freunde mit mir die Sozialstaffel beim ASB (Arbeiter Samariter Bund) gegründet und wir konnten so Menschen in existentieller, körperlicher und seelischer Not oder Eingeschränktheit helfen. Wir haben Kohlen geschleppt, Teppiche geklopft, eingekauft, geputzt, Umzüge gefahren, bei Spaziergängen begleitet und vieles andere mehr und vor allem auch immer zugehört und von den Menschen gelernt.

Keine schlechte Vorbereitung für das Studium der Psychologie, auch in Erlangen, mit viel Engagement um eine Verbessserung des Lehrangebots. Damals kein Vergleich zu heute.

Während des Studiums konnte ich mir einen Teil meines Lebensunterhaltes in einer von Psychologen aufgebauten und geführten Unternehmensberatung verdienen und in 9 Jahren eine Menge an Praxis in der  Organisationspsychologie mitbekommen.

Trotzdem wollte ich Klinischer Psychologe werden.

So habe ich in einer großen Erlanger Praxis angefangen als Therapeut unter Supervision mit Kindern Therapie zu machen und parallel dazu meine Ausbildung in Verhaltenspsychotherapie abgeschlossen.

Vor 25 Jahren habe ich mich dann in meiner eigenen Praxis selbstständig gemacht.

Für mich wichtige Ausbildungen waren die Köperorientierte Arbeit, die Hypnotherapie, viele Aspekte der "modernen"  kognitiven Verhaltentherapie, die Humanistische Psychologie, QiGong, Tiefenatmung, Funktionelle Entspannung, Autogenes Training, Energetische Psychotherapie, Systemisches Stellen/Familienstellen, die Regressionstherapie und die Gruppenpsychotherapie.

Derzeit aktuell versuche ich die Erkenntnisse der Neurowissenschaften, wie sie Klaus Grawe in seiner "Neuropsychotherapie" formuliert, in meinen Therapien anzuwenden und "quäle" meine Klientinnen und Klienten erfolgreich psychoedukativ in den Grundlagen biochemischer Vorgänger neuronaler Veränderungen, wie sie bei der modernen kognitiven Verhaltenstherapie beim Umstrukturieren/Reframing angestrebt werden, damit sie besser verstehend, motivierter ihre Therapieziele angehen können.

Obwohl Verhaltenstherapeut finde ich es für mich sehr interessant und befördernd, mir die Sichtweise anderer Therapierichtungen und Schulen, wie der Psychoanalyse anzueignen. 

Was ich nach all den Jahren Aus- und Fortbildung bedauere ist, nicht während oder gleich nach dem Studium für längere Zeit in einer Psychiatrischen Klinik gearbeitet zu haben, um die Denk- und Arbeitsweise meiner medizinischen Kollegen besser kennenzulernen.

Denn, so froh ich auch bin, meinen Klientinnen und Klienten aus einem Reservoir an verschiedenen Sichtweisen und Methoden diejenigen anbieten zu können, die der jeweiligen Persönlichkeit am besten gerecht und ihrer Entwicklung dienlich sind, so halte ich doch die interdisziplinäre Zusammenarbeit für bedeutsam.

Mit den Jahren haben sich als Interessens- und Arbeitsschwerpunkte die Arbeit mit Männern und Paaren herauskristallisiert.

Ich bin verheiratet und habe 2 ziemlich erwachsene Kinder.

Die Familie und meine Partnerschaft bilden den inneren Kern meines Lebens, ohne sie könnte ich meine Arbeit so nicht leisten und mich nicht in der Balance halten.

Außerdem wickeln mich unsere 2 Therapiehunde um ihre Pfoten und wir erholen uns gerne in Italien. 

Seit 2008 reizen mich eine Vertiefung der Hypnotherapeutischen Techniken und des Biofeedback.